"Ich
bin auf meinem Weg."
Shania
e.V. ist der erste Sportverein in der Hansestadt Rostock, der sich
ganz besonders um psychisch erkrankte Menschen kümmert. Menschen mit
psychischen Beeinträchtigungen fällt es schwer, aktiv am
gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Im Shania-Verein wollen die
Mitwirkenden dem Rückzug in sozialer Hinsicht und den körperlichen
Rückschritten entgegenwirken. Shania ist ein Begriff der
Ojibwa-Indianer und bedeutet so viel wie "Ich bin auf meinem Weg".
Mit der Vereinsarbeit soll den betroffenen Menschen geholfen werden,
sich in der Gesellschaft zurechtzufinden. Soziale Kompetenzen sollen
trainiert werden.
Der Verein wurde im Juli 2008 gegründet, im Oktober 2008 konnten die ersten Übungsstunden abgehalten werden. Volleyball, eine Spielemix-Gruppe und ein Muskelaufbaukurs mit Yoga-Elementen können die Übungsleiter des Vereins derzeit an drei verschiedenen Standorten Rostocks und drei verschiedenen Wochentagen anbieten. Weitere Angebote, interaktive Spiele und spezielle koordinative Übungen sollen in absehbarer Zeit folgen. Außerdem sollen die verschiedenartigsten Leistungsstufen bedient werden.
Unterstützung erhielt Shania vom Verband für Behinderten und Rehabilitationssport (VBRS M-V) in Rostock. "Ein Verein für den ambulanten Rehasport gab es vorher in Rostock noch nicht. Über den VRBS erhalten die Übungsleiter ihre Ausbildung", sagt Vernando Reich beim Dachverband zuständig für den Rehabilitationssport. Mit dem Zertifikat kann im Verein "Sport auf Rezept" betrieben werden. Bei jedem Arzt ist eine nicht Budget belastende Verordnung erhältlich. Sobald die Krankenkasse diese genehmigt hat, kann Sport getrieben werden. Doch auch ohne Verordnung können Interessierte in den Gruppen aktiv werden. "Wir sind offen für jeden".
(entlehnt einem Artikel von Olaf Jenjahn in der
Ostseezeitung
vom 28. Oktober 2008 auf
Seite 18)